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Beruf & Karriere, 24. Januar 2024

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Ernährungscoach

Ernährungscoach werden und andere unterstützen

Du liebst es, dich mit den Themen Ernährung und Lebensmittel zu beschäftigen und möchtest dein Wissen weitergeben? Vielleicht hast du zudem Lust auf eine neue Herausforderung und möchtest dich beruflich verändern. Eine Ausbildung zum Ernährungscoach ist dann eine gute Idee.

Hier erfährst du, wie du zum Ernährungsberater werden kannst und welche Voraussetzungen du benötigst. Außerdem verraten wir dir, wie deine Aufgaben aussehen und welche die Ziele deiner neuen Tätigkeit sind.

Das sind deine Aufgaben als Ernährungscoach

Ganz generell: Ein Ernährungsberater hilft anderen, sich gesünder zu ernähren.

Im Folgenden haben wir für dich mögliche individuelle Aufgaben eines Ernährungscoachs zusammengestellt:

  • auf den Lebensstil deiner Klienten eingehen: Jeder Klient hat andere Essgewohnheiten. Deine erste Aufgabe ist es daher, dir einen Einblick in den Lebensstil deines Gegenübers zu verschaffen. 

Finde heraus, was, wann und wie viel dein Klient isst. Erfahre zudem, welche Rolle Bewegung für ihn spielt. Wichtig ist darüber hinaus, ob er gesundheitliche oder psychische Beschwerden hat oder bestimmte Lebensmittel nicht verträgt.

  • den Ernährungsbedarf feststellen: Analysiere, welche Nährstoffe deinem Klienten fehlen und auf welche Speisen er lieber verzichten sollte.
  • gesunde Lebensmittel vorschlagen: Damit sich dein Klient gesünder ernährt, schlage ihm die passenden Lebensmittel vor. 
  • Alternativen zum bisherigen Speiseplan auswählen: Vielleicht verträgt dein Klient einige Lebensmittel nicht – etwa aufgrund einer Gluten- oder Laktoseintoleranz. Suche dann nach Alternativen, die gesund und zugleich lecker sind.
  • einen Ernährungsplan erstellen: Entwickle ganze Ernährungspläne, an die sich dein Klient im Idealfall hält. Diese können für einen kurzen Zeitraum, aber auch langfristig bestehen.

Weitere Aufgaben, die ein Ernährungscoach übernimmt

Auch die folgenden Aufgaben gehören zu einer Arbeit als Ernährungsberater:

  • eine auf die aktuelle Jahreszeit angepasste Ernährung entwickeln: Beschäftige dich mit regionaler und saisonaler Ernährung. Das heißt, du weißt, welche Nahrungsmittel zu welcher Jahreszeit erhältlich sind. Außerdem hast du Kenntnis darüber, welche Lebensmittel in der jeweiligen Region deiner Kunden vorkommen.
  • zu einer dauerhaften Ernährungsumstellung beitragen: Sei deinem Klienten eine Unterstützung dabei, dass er sich dauerhaft gesünder ernährt. Damit dies gelingt, kannst du ihn motivieren und bei Zweifeln und Ungeduld gut zureden.
  • Theorie rund um Lebensmittel und Nährstoffe weitergeben: Gib dein Wissen in puncto Lebensmittel auch theoretisch weiter.
  • Bewegung und Ernährung in Einklang bringen: Neben der gesunden Ernährung spielt auch die Bewegung eine Rolle. Berate deine Klienten ganzheitlich und gebe ihnen Tipps, wie sie Sport zu einem selbstverständlichen Teil ihres Alltags machen können.
  • eine typgerechte Ernährung vorschlagen: Ob Kinder, Senioren oder Schwangere – Stelle dich auf das Alter und die Lebensumstände deiner Klienten ein. Vielleicht ist eine deiner Kunden in den Wechseljahren. Hilfreich ist auch, wenn du Frauen berätst, wie sie sich in der jeweiligen Phase ihres Zyklus ernähren sollten.
  • regelmäßige Treffen: Begleite deine Klienten längerfristig und vereinbare regelmäßige Termine. Dabei bringen sie dich auf den neuesten Stand. Gib ihnen weitere wertvolle Tipps oder passe den Ernährungsplan an.
Ernährungscoach werden

Ziele des Ernährungscoachings

Das Coaching kann verschiedene Ziele haben. Unterstütze deine Klienten etwa dabei …

  • ihren Darm ins Gleichgewicht zu bringen: Die Ernährung kann einen großen Einfluss auf die allgemeine Gesundheit haben. Dadurch kannst du etwa helfen, den Darm wieder in Balance zu bringen. 

Auch Herz-Kreislauf-Problemen können Coachs mit einer gesunden Ernährungsweise vorbeugen. Zudem können Menschen, die Diabetes haben, von deinem Wissen profitieren. Gib ihnen etwa Tipps, wie sie sich mit weniger Zucker ernähren können.

  • sich psychisch besser zu fühlen: Die Ernährung hat nicht nur einen Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden. Auch die Psyche bemerkt eine Ernährungsumstellung. 

Mit dem richtigen Speiseplan können sich deine Kunden auch mental besser fühlen. Dann sind sie etwa glücklicher und negative Gedanken verschwinden.

  • Übergewicht loszuwerden: Ist dein Klient übergewichtig, kannst du ihm mit deinen Tipps helfen, dauerhaft abzunehmen. Gleichzeitig versuchen Coachs, den Jo-Jo-Effekt abzuwenden.
  • nicht mehr untergewichtig zu sein: Sind deine Klienten hingegen untergewichtig, gibst du ihnen Tipps, wie sie zunehmen können. Auch hier ist es wichtig, dass sie ihr Gewicht halten und ausreichend Nährstoffe zu sich nehmen.
  • sich passend zum Sport zu ernähren: Treiben deine Klienten häufig Sport oder sind sogar Profis? Dann trägt die passende Ernährung dazu bei, dass sie ihre Leistung steigern können oder mehr Muskeln aufbauen.
  • sich vegetarisch oder vegan zu ernähren: Hilf anderen, auf eine Ernährung ohne tierische Lebensmittel umzustellen. Schlage dafür Alternativen für bestimmte Speisen vor und gib ihnen zudem spannende Rezepte an die Hand.
  • deine eigene Ernährung umstellen: Auch deine eigenen Gewohnheiten lassen sich dank deines erlangten Wissens verändern.

Wie du zum Ernährungsberater wirst

Hast du dich entschieden, deine berufliche Laufbahn zu ändern? Möchtest du fortan als Coach arbeiten, ist ein passendes Studium eine gute Idee. Ein Ernährungsberatung Studium gibt es in dem Sinne nicht. Aber es besteht die Möglichkeit, Lebensmittelwissenschaften oder Ernährungswissenschaften zu wählen. 

Daneben ist aber auch eine Ausbildung oder Weiterbildung zum Ernährungsberater empfehlenswert. Diese können Interessenten beispielsweise online absolvieren. Verschiedene Anbieter haben umfangreiche Kurse auf die Beine gestellt, die du bequem von zu Hause aus belegen kannst. 

Dabei nutzt du unter anderem Online-Videos oder ausführliche PDF-Dokumente. In zusätzlichen Webinaren besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dich mit anderen Lernenden auszutauschen. Regelmäßige Chats mit ausgebildeten Ernährungswissenschaftlern sind dafür da, deine Fragen zu stellen. 

Praktisch sind außerdem Lern-Apps, die du dir aufs Smartphone laden kannst. 

Tipp: Lernst du lieber offline, kannst du dir – je nach Anbieter – gedrucktes Lernmaterial bestellen. Dieses ist etwa nützlich, wenn es unterwegs keinen Internetempfang gibt. 

Nachdem du deine Prüfung erfolgreich bestanden hast, erhältst du ein Zertifikat, das dein Wissen belegt. Dieses sollte von anerkannten Organisationen stammen und ist ein Leben lang gültig. 

Achte am besten darauf, dass die Weiterbildung durch die ZFU, die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht, zugelassen ist. 

Übrigens kannst du die Dauer deiner Ausbildung häufig selbst festlegen. Vielleicht hast du die Lektionen bereits nach wenigen Wochen durchgearbeitet. Eventuell nimmst du dir aber auch ein Jahr Zeit, bis du dich entscheidest, deine Weiterbildung abzuschließen

Wichtig ist es im Anschluss, praktische Erfahrungen zu sammeln. Mache ein Praktikum oder frage Freunde und Bekannte, ob du sie probeweise beraten darfst. Danach kannst du nach einer Anstellung suchen oder dich selbstständig machen. Nach und nach baust du einen Kundenstamm aus und kannst von gegenseitigen Empfehlungen profitieren.

Selbstständig als Ernährungscoach arbeiten

Kosten für die Ausbildung

Die Kosten für deine Ausbildung können je nach Anbieter und Umfang stark schwanken. Es gibt Online-Kurse, für die du lediglich rund 200 Euro zahlst. Hier wirst du eventuell auf eine Zertifizierung verzichten müssen. Daneben hast du aber auch die Wahl zwischen Weiterbildungen, die in den vierstelligen Bereich gehen.

Der Preis für die Ausbildung sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität des Lehrgangs an sich aus.

Schaue dir deswegen am besten die Ausbildungsinhalte von verschiedenen Anbietern an und entscheide, welches Programm deinen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht wird.

Bei einigen Ausbildungsinstituten kannst du die Kosten praktisch in kleineren Raten zahlen.

Das solltest du als Ernährungsberater wissen

Zunächst solltest du ein umfangreiches Wissen rund um die Themen Ernährung und Lebensmittel haben. Daneben spielt es aber auch eine Rolle, dass du körperliche Vorgänge kennst und weißt, welchen Einfluss Nährstoffe auf die Gesundheit haben können. 

Doch auch weitere Fähigkeiten sind bei deiner Arbeit hilfreich. Es sollte dir gelingen, dich in andere Menschen hineinzuversetzen und ein großes Vertrauen aufbauen zu können. Deine Klienten sollten Wert auf deine Ratschläge legen und sie gerne annehmen. 

Außerdem ist es eine gute Idee, deine Kommunikations-Skills auszubauen. Auf diese Weise weißt du, wie du mit einem Klienten sprechen musst und kannst ihn motivieren. 

Wichtig ist zudem, dass du dich stetig weiterbildest, damit du aktuelle Ernährungstrends nicht verpasst. Auf diese Weise erfährst du zudem von neuen Entwicklungen und Studien, die sich mit gesunder Ernährung beschäftigen.

Tipp: Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn du weißt, welche Herausforderungen als Selbstständiger auf dich zukommen. Dazu zählt es etwa, dass du deine Finanzen regeln kannst und deine Steuererklärungen regelmäßig abgibst. 

Du solltest dich zudem gut organisieren können und motiviert sein, Kunden zu finden. Auch eine eigene Website und Werbemaßnahmen sind dafür da, erfolgreich zu werden. Marketing für Fitnesstrainer und Ernährungsberater ist wichtig, um sichtbar zu sein und zu zeigen, dass du professionell arbeitest.

Für wen die Ernährungscoach Ausbildung geeignet ist

Praktisch: Um Ernährungscoach zu werden, benötigst du in der Regel keine bestimmte Vor-Ausbildung. Der Job ist perfekt für Quereinsteiger geeignet. Wichtig ist dabei, dass du dich für die Themen Ernährung und Lebensmittel interessierst. 

Zudem solltest du gerne eng mit Menschen zusammenarbeiten und kommunikativ sowie offen sein. 

Geeignet ist die Weiterbildung darüber hinaus für Menschen, die in der Sportbranche arbeiten und eine zusätzliche Beratung anbieten möchten. Profitieren können etwa Sport- und Gesundheitstrainer

Auch wer Ernährungswissenschaften studiert hat, kann sich zum Coach weiterbilden und hat damit weitere berufliche Möglichkeiten. 

Tipp: Möchtest du als Ernährungscoach arbeiten, ist es von Vorteil, wenn du dich selbst gesund ernährst. Damit bist du ein Vorbild für deine Kunden und zeigst, dass du deine Ratschläge auch persönlich in die Tat umsetzt.

Gesunde Ernährung leben

Wo kannst du nach deiner Ausbildung arbeiten?

  • bei Klienten zu Hause: Du kannst Klienten direkt bei ihnen zu Hause besuchen. Dort hast du die Möglichkeit, dir einen Einblick in den aktuellen Speiseplan zu verschaffen. Zudem kannst du nachschauen, welche Lebensmittel sich in der Küche deines Klienten befinden.
  • in deinen eigenen Räumlichkeiten: In deiner eigenen Praxis empfängst du Kunden. Auf diese Weise sparst du Anfahrtswege und damit Benzinkosten.
  • online von zu Hause aus: Vorteil an der Arbeit als Ernährungsberater: Online kannst du Klienten aus der ganzen Welt beraten und deinen Kundenstamm damit erweitern. Du bist ortsungebunden und berätst andere via Videocall oder E-Mail.
  • in Fitnesscentern: Im Fitnessstudio bietest du entweder individuelle Beratungen oder Gruppen-Workshops an. Auch regelmäßige Vorträge sind eine gute Idee. Dabei kannst du Fitness- und Ernährungstipps miteinander verbinden.
  • in Spas: Viele Wellness-Einrichtungen möchten ihren Besuchern einen Mehrwert bieten und arbeiten mit Coaches zusammen, die Tipps rund um die Ernährung geben. Auch hier kannst du regelmäßige Kurse oder Vorträge halten.
  • in Reha-Einrichtungen: Auch Menschen, die sich in einer Reha befinden, können Ernährungsratschläge gut gebrauchen.
  • in Schulen und Bildungseinrichtungen: An Schulen können Coaches Workshops anbieten. Im Rahmen des Unterrichts – zum Beispiel in Biologie – können sie über Ernährungsweisen oder Nährstoffe referieren.

Fazit: Darum ist die Weiterbildung eine gute Idee

Hast du Lust darauf, als Ernährungscoach zu arbeiten, kannst du online eine entsprechende Weiterbildung absolvieren. Du bist flexibel und hast sogar die Möglichkeit, neben dem Beruf zu lernen. Nach deiner Prüfung kannst du Menschen unterstützen, die aus verschiedenen Gründen ihre Ernährung umstellen oder anpassen möchten. 

Unser Tipp: Eine Ernährungsberater-Ausbildung kannst du etwa bei der Online Trainer Lizenz absolvieren.

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Schlagwörter:
Ausbildungen Ernährungsberatung

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