Wie effektiv ist EMS-Trainings?

Was bringt EMS-Training wirklich?

Schnell Muskeln aufbauen und das ohne viel Schweiß und Anstrengung – klingt für manche Ohren nach einer wundervollen Idealvorstellung, soll mit EMS-Training aber längst Wirklichkeit geworden sein.

Stars wie Sylvie Meis schwören schon längst auf die außergewöhnliche Trainingsform, bei der man durch elektronische Muskelstimulation (kurz: EMS) einen straffen Body bekommen soll.

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Aber ist es für uns Fitnessfreaks und Sportfanatiker wirklich eine Alternative zum schweißtreibendem Krafttraining und anstrengendem Full-Body-Workout oder wird EMS-Training nur von ehemaligen Couchpotatoes und Sportmuffeln gehyped, weil diese nun auch endlich mal sportliche Erfolgserlebnisse haben?

Fitness für Faule oder geheime Wunderwaffe?

EMS ist längst kein neuer Trend mehr, sondern eine bewährte Methode in der Fitness-Landschaft. Deswegen haben wir es einmal ganz unvoreingenommen für dich getestet und die häufigsten Fragen beantwortet, damit du dir einen ersten Eindruck von dieser Trainingsform machen kannst.

1. Was ist EMS-Training überhaupt?

Ganz ohne Hanteln und Geräte werden bei dieser Trainingsform die Muskeln durch Reizstrom stimuliert. Dabei werden externe elektrische Impulse an spezielle Muskelgruppen geleitet und durch Übungen, wie Sit-Ups und Squats unterstützt, um die Kontraktion der Muskulatur zusätzlich zu fördern. Ein Personal Trainer kontrolliert dabei die Stärke der elektrischen Impulse und überwacht die korrekte Ausführung deiner Bewegungen.

2. Was kostet EMS-Training?

Zugegeben, EMS ist preislich nicht mit der Mitgliedschaft im Gym oder dem morgendlichen Bahnen Schwimmen im Hallenbad zu vergleichen. Die Kosten liegen nämlich zwischen 30 € bis 120 € pro Einheit, wobei dies immer vom jeweiligen Studio abhängt. Ein Probetraining wird meist überall kostenlos angeboten.

3. Wieviel Zeit muss ich für EMS einplanen?

Ganz ohne Dehnung und Erwärmung geht es los, wobei eine Session fast immer 20 Minuten dauert. Pro Woche genügen dabei zwei Trainingseinheiten vollkommen aus, denn eine Überlastung der Muskulatur ist bei EMS viel schneller erreicht, als beim normalen Krafttraining. Die kurzen Einheiten lassen sich wunderbar in deinen Tagesablauf integrieren und erleichtern dir dein Zeitmanagement. Nun gibt es keine Ausreden mehr.

4. Kann ich durch EMS endlich meinen inneren Schweinehund besiegen?

Du bist Mitglied im Fitnessstudio, aber das Einzige, was dadurch abnimmt, ist dein Geldbeutel? Wenn du trotzdem hochmotiviert bist, Sport zu treiben, dann ist EMS vielleicht genau das Richtige für dich. Im Gegensatz zum konventionellen Training geht EMS schneller und ist mit weniger Schweiß, Durchhaltevermögen und Quälerei verbunden.

Außerdem hast du einen Personal Trainer an deiner Seite, der dich nicht nur betreut, sondern auch zum Durchhalten motiviert. Meist bekommst du sofort nach deiner Trainingseinheit von ihm einen Folgetermin, der deinen inneren Schweinehund erst einmal ruhigstellt.

5. Lauern beim EMS irgendwelche Risiken?

Der Begriff der Elektroschocks hat immer einen brutalen Beigeschmack. Doch die elektrischen Impulse haben eine sehr niedrige Frequenz, die keine Gefahr für dein Herz oder deine sonstigen Organe darstellt. Die Stromstöße aktivieren lediglich deine quergestreifte Skelett-Muskulatur. Dieses Gefühl erlebt jeder anders – die einen empfinden als angenehm, andere vergleichen es mit einem kleinen Krampf, der jedoch schnell vorüber geht.

Vorsicht ist jedoch trotzdem geboten – und zwar bei untrainierten Personen. Beim EMS-Training wird das Enzym Creatin-Kinase ausgestoßen, welches die Muskeln mit Energie versorgt und über die Nieren wieder abgebaut wird. Einer Studie zufolge ist der Ausstoß dieses Enzyms beim EMS 18 x höher als beim normalen Training. Bei Sportanfängern erhöht sich dieser Wert zu stark und wird nicht schnell genug abgebaut. Dies kann im schlimmsten Fall zu Nierenschäden führen. Darum solltest Du immer viel Wasser trinken und es nicht übertreiben.

Auch Schwangere, Epileptiker und Herzpatienten sollten sich vorher immer mit ihrem Hausarzt abstimmen.

6. Wird mich EMS überhaupt auspowern?

Krafttraining im Gym:

Für das Training im Gym stellst du dir dein liebstes Sport-Outfit zusammen, stemmst Gewichte und übertriffst dich dabei wieder mal selbst. Total verschwitzt freust du dich hinterher auf eine ausgiebige Dusche. Erschöpft und glücklich verlässt du das Gym. Der Muskelkater am nächsten Tag gibt dir ein Gefühl von Stolz, was die Schmerzen durchaus erträglich macht.

EMS-Training:

Für das EMS-Training brauchst du dir keine Gedanken über ein passendes Sport-Outfit machen: Im hautengen Anzug, der mit Elektroden übersäht ist, wirst du mit Wasser besprüht und bekommst klitzekleine Stromstöße. Dabei geraten deine Muskeln je nach Stärke der ganz schön ins Zittern.

Wenig Schweiß, dafür umso mehr Muskelkater durch die unheimlich hohe Ausschüttung von Creatin-Kinase, wird dir das Training bescheren. Nicht wirklich ausgepowert, sondern eher frisch und munter verlässt du nach etwa 20 Minuten das Studio.

Es liegt ganz an dir, was du für ein Training bevorzugst. Das typische „After-Gym-Feeling“ wirst du beim EMS-Training wohl nicht verspüren, dafür lässt es sich locker mal in die Mittagspause einbauen, da du danach nicht rot wie eine Tomate zurück ins Büro musst.

7. Ist EMS Training effektiv und bringt EMS Muskelaufbau?

Definitiv (sonst würden wir dir diese Methode auch nicht vorstellen). Es ist bewiesen, dass du durch EMS Muskelmasse aufbaust. Sogar die Tiefenmuskulatur wird dabei gekräftigt, welche durch konventionelles Training nur sehr schwer erreichbar ist. Je nach Intensität und individuellem Fokus bekommt der Körper mehr Definition und sogar das allseits beliebte Sixpack soll mit vergleichsweise geringem Aufwand erreicht werden.

Durch den Muskelaufbau beim EMS sowie die erhöhte Stoffwechselaktivität schrumpft der Körperfettanteil, der Body wird straffer und die Cellulite geht sogar zurück.

Klingt ja verlockend, aber normale Sporteinheiten tun es ja auch? Richtig, aber beim EMS sollen die Erfolge schon nach vier bis sechs Wochen einsetzen. Kritiker behaupten jedoch, dass sich die allgemeine Fitness sowie die Ausdauer durch EMS nicht verbessern und die sichtbaren Erfolge nicht sehr lange erhalten bleiben.

Dies bleibt jedoch umstritten und Probieren geht hier wohl über Studieren.

8. Ist EMS etwas für mich?

Du bist ein Sportmuffel oder hast wenig Zeit? Dann ist EMS perfekt für dich. Die geplanten Trainingseinheiten sind kurz, aber effektiv und führen dich langsam und motivierend in die Welt der Fitness ein.

Du bist Cardio-Verfechter? Dann kann EMS die optimale Ergänzung zu deinem Ausdauertraining werden. Zu deinen schon vorhandenen Ausdauer- und Koordinationsfähigkeiten kommt durch EMS ein Krafttraining, was die Vorteile beider Workouts vereint.

Du bist ein Muskelprotz? Dann kannst du mit EMS deine Tiefenmuskulatur oder spezielle Regionen, die du beim Training weniger beanspruchst, kräftigen. Allerdings bleibt dabei dein bisheriges Training effektiver und gesünder und EMS solltest du nur als Ergänzung hinzuziehen.

Du hast Rückenschmerzen? Dann raten wir dir sogar zu EMS, denn ein Großteil von Nacken- und Rückenbeschwerden wird durch eine schwache Muskulatur hervorgerufen, welche durch EMS punktuell gestärkt werden kann.

Das Wichtigste beim Sport ist Spaß und du entscheidest, ob EMS eine sportliche Alternative für dich darstellt.

9. Wie wird man EMS-Trainer?

Du bist schon lange EMS-Fan und möchtest dein Hobby zum Beruf machen? Dann kannst du zu deinen bisherigen Trainer-Lizenzen natürlich noch gezielte EMS-Schulungen oder Workshops besuchen, um dich weiterzubilden. Dabei ist es jedoch immer wichtig den kommerziellen Gedanken zurückzuschreiben, denn EMS kann den Körper bei falschem oder zu häufigem Einsatz schädigen und das sollte Dir als Trainer immer bewusst sein.

Die B-Lizenz gilt als Voraussetzung für die meisten EMS-Trainer. Hier kannst du in die Ausbildung reinschnuppern und dir die ersten Module kostenlos ansehen:

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6 Kommentare

  1. Mia sagt:

    Danke für die guten Tipps zur EMS Station. Eine Bekannte probiert sein kurzem EMS aus. Sei scheint recht zufrieden damit zu sein. Zumindest gefällt ihr, dass sie nur sehr wenig Zeit dafür aufwenden muss.

  2. Manu sagt:

    Danke für den authentischen Erfahrungsbericht zu EMS-Training. Ich bin mir sicher, dass durch Beiträge wie deinen einige Einsteiger ihre Skepsis überwinden und sich zu einem Probetraining anmelden.

    Weiter so!

    LG Manu

  3. Ferdinand Schneider sagt:

    In meiner Nähe kann man ein EMS-Training machen. Ich habe noch nie davon gehört und möchte wissen, was es ist. Ich lese, dass die Muskeln durch Reizstrom stimuliert werden. Funktioniert dies besser als Krafttraining?

    1. Lieber Ferdinand. Wie Du im Artikel lesen kannst, sind EMS und Krafttraining mit Gewichten sehr unterschiedlich. Mit EMS kräftigst Du Deine Tiefenmuskulatur oder spezielle Regionen, die du beim konventionellen Krafttraining weniger beanspruchst – EMS ist also die perfekte Ergänzung dazu. Hast du jedoch wenig Zeit oder trainierst ungern im Studio, kann EMS für Dich durchaus eine sportliche Alternative zum Krafttraining werden. Probier es doch einfach mal mit einem Probetraining. Wir wünschen Dir viel Spaß dabei.

  4. Davood Salavati sagt:

    Ein toller Artikel und perfekt auf den Punkt gebracht.

    Kollegiale Grüße aus Frankfurt
    Davood

    1. Online Trainer Lizenz sagt:

      Hi Davood, vielen Dank für dein Feedback, wir freuen uns sehr, dass dir der Artikel gefällt!
      LG dein Online Trainer Lizenz Team

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