Mythos: Ist Obst ungesund?

Mythos: Ist zu viel Obst ungesund?

In unserer Kindheit wurde uns eingetrichtert, dass Obst der Inbegriff der gesunden Ernährung ist und auch die Medienwelt hat uns immer wieder daran erinnert, fünf Mal am Tag Obst zu essen.

Plötzlich wurden aber Studien laut, die genau das Gegenteil behaupten: Obst macht uns fett, krank und müde – der tadellose Ruf war dahin.

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Was soll man denn jetzt eigentlich noch glauben? Diese Frage habe ich mir mal gestellt und für Euch gecheckt, wie gesund Obst wirklich ist.

Was steckt drin im Obst?

Obst besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Außerdem enthält es Ballaststoffe, Vitamine, Fruchtzucker, Mineralien, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe. Klingt doch erstmal gar nicht so schlecht.

Viele Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin C, Kalium und Folsäure gehören zu den essenziellen Nährstoffen, die unser Körper nicht selbst oder nur in kleinen, unzureichenden Mengen bilden kann. Aus diesem Grund müssen wir sie durch die Nahrung aufnehmen. Obst enthält eine Menge solcher Nährstoffe und ist für einen gesunden Körper daher unverzichtbar.

Ballaststoffe reduzieren den Cholesterinspiegel, verlangsamen die Kohlenhydrat-Aufnahme und erhöhen das Sättigungsgefühl. 

Macht Obst krank?

In Früchten enthaltene sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien haben nicht nur positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System und den Blutdruck, sondern sogar eine präventive Wirkung gegen Krebs.

Menschen, die mehrmals täglich Obst und Gemüse essen, erkranken also seltener. So soll sich das Risiko für Herzerkrankungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich verringern und auch Diabetes Typ 2 kann durch Früchte, wie Trauben, Äpfel und Heidelbeeren reduziert werden.

Außerdem pushen Vitamine das Immunsystem und sagen fiesen Erkältungskeimen den Kampf an.

Menschen, die viel Obst essen, sind meist generell gesundheitsbewusster – Getreu dem Motto „An apple a day keeps the doctor away “.

Verträgt sich Obst mit Fitness?

Ich habe eine tolle Nachricht für Euch: wer es süß und saftig mag, kann gezielt Muskelaufbau, Ausdauer und Fettverbrennung ankurbeln – dabei ist der Griff zu den richtigen Früchtchen jedoch entscheidend.

Wie ihr wisst, können die passenden Nahrungsmittel jedes Workout pushen. Beim Kampf um definierte, straffe Muskeln ist die richtige Ernährung essenziell. Mit leerem Magen lassen sich nämlich keine langfristigen Trainingserfolge feiern. Doch warum immer Eier, Pute und Spinat? Greift doch auch mal in die Obstkiste.

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Welches Obst für Muskelaufbau?

Äpfel enthalten den Farbstoff Kreacitin, der den Muckis bei der Regeneration hilft. Sie intensivieren so die Aufnahme von Sauerstoff im Blut, wobei das enthaltene Pektin zusätzlich für ein hohes Sättigungsgefühl sorgt.

Auch Papayas helfen dem Muskelaufbau auf die Sprünge. Das Enzym Papain spaltet Eiweiße, was der Zellerneuerung hilft. Frischer Teint inklusive. 

Fazit: Daumen hoch für Muskelwachstum.

Welches Obst für Ausdauer-Sportler

Und wie sieht es für die Cardio-Addicts unter Euch aus?

Da Ihr viel schwitzt, solltet Ihr Euren Flüssigkeitshaushalt wieder auffüllen und daher zu Obstsorten mit hohem Wasseranteil, wie Melonen, Orangen oder Erdbeeren greifen.

Bananen enthalten viel Magnesium, spezielle Aminosäuren und vor allem Kohlenhydrate – ein natürlicher Energiespender, der den Insulinspiegel nicht zu schnell in die Höhe treibt.

Die Banane ist also ein echtes Powerfood für Ausdauer-Sportler.

Welches Obst zum Abnehmen?

Ihr möchtet abnehmen, aber nicht auf süße Verlockungen verzichten? Die Ananas gilt als Schlankmacher und hat eine entschlackende sowie eine entwässernde Wirkung. Dafür verantwortlich sind spezielle Enzyme, die Proteine schneller verwerten und die Fettverbrennung ankurbeln. Sorgt zusätzlich für eine schöne Definition der Muskeln.

Auch Äpfel schränken durch enthaltene Pektine die Fettaufnahme ein und fördern stattdessen die Aufnahme von Wasser. Birnen bringen durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen den Stoffwechsel in Schwung. Früchte mit viel Vitamin C, wie Kiwis, Orangen und Grapefruits killen nicht nur Keime, sondern wirken als Fettverdünner während der Phase der Verdauung.

Außerdem haben Früchte einen sehr hohen Sättigungscore, was dazu führt, weniger kalorienreiche Lebensmittel zu verdrücken. Fettiges Fast Food lässt sich also optimal durch fruchtiges Fast Food ersetzen – Naschen ohne Reue.

Muss ich zu regionalen Produkten greifen?

Wer auf eine ausgewogene und gleichzeitig regionale Ernährung setzen möchte, braucht auf nichts verzichten.

Ganz im Gegenteil: viele einheimische Produkte können es mit exotischen Superfoods locker aufnehmen. Heidelbeeren, Sauerkirschen und schwarze Johannisbeeren sind beispielsweise super Alternativen zur Goji-, Acai-Beere und Co. Mit dem Verzehr von regionalen Obstsorten tut ihr nicht nur eurem Körper etwas Gutes, sondern auch der Umwelt.

Und was ist jetzt mit dem ganzen Zucker?

Neben den genannten Vorteilen, wird immer wieder kritisiert, dass Obst viel zu viel Zucker enthält, der krank macht.

Klar, Obst enthält Zucker – besonders Fruchtzucker, also Fruktose.

Die Kombination aus Zucker und Ballaststoffen, die wir im Obst vorfinden, verhindert jedoch die zu schnelle Aufnahme des Zuckers im Blut. Der Körper kann also Fruktose problemlos in der Leber verarbeiten.

Außerdem ist Fruktose nur in sehr großen Mengen schädlich. Es ist jedoch fast ausgeschlossen, so viel Obst und über einen so langen Zeitraum zu essen.

Wer jedoch an Fruktoseintoleranz leidet oder gerade eine Low-Carb bzw. ketogene Diät durchführt, muss aufpassen.

Noch ein paar fruchtige Tipps:

  • Nutzt die Vielfalt an Obst und ernährt euch abwechslungsreich. Seine positiven Eigenschaften kann Obst nämlich nur in Kombination aus mehreren Sorten oder mit Gemüse entfalten.
  • Frisches und reifes Obst enthält mehr Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.
  • Gepresstes und püriertes Obst dagegen weniger. Smoothies daher nur mal als Ausnahme mixen.
  • Finger weg von Supplements aus künstlichen Vitaminen. Lieber in den Obstkorb greifen
  • Auch Fruchtsäfte und getrocknete Früchte müssen nicht sein, da der Zuckergehalt hier wirklich zu hoch ist.

Mein Fazit: Obst macht gesund, fit, schön und schlank. Habt keine Angst vor Obst, schließlich haben schon unsere Vorfahren den positiven Effekt erkannt und nutzen es schon seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel.
Unsere Generation sollte lieber mal Fertiggerichte und Co. durch Obst ersetzen und von den Heilkräften der Natur profitieren. Und was uns die Natur in so vielfältigen Formen und auch noch perfekt portioniert schenkt, kann doch gar nicht schlecht sein, oder?

Lasst es euch schmecken und erzählt doch mal, was euer Lieblings-Obst ist und wie ihr so mit frechen Früchtchen umgeht.

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2 Kommentare

  1. Claudia sagt:

    Vielen Dank für deinen informativen Artikel. Ich möchte aber doch eine Lanze für getrocknete Früchte brechen. Natürlich enthalten 100g getrocknete Pflaumen viel mehr Zucker als frische. Aber eine getrocknete Pflaume enthält genauso viel wie eine frische Pflaume, der Zucker vermehrt sich ja nicht durch das Trocknen.
    Wenn ich zwischendurch Lust auf was Süßes habe, greife ich gerne zu einer Dattel oder einer Feige oder drei Trockenpflaumen. Die enthalten nämlich auch sehr viel Mineralstoffe und sind gerade für Sportler ideal. Mehr sollte es allerdings nicht sein.

  2. Wolfgang lienert sagt:

    Ja Trockenobst ist gesund, weil es viel Ballaststoffe enthält. Andererseits ist es süß und kann damit unsere dahingehende Lust befriedigen. Somit ist es generell besser als Gepäck oder Schokolade. Natürlich gibt es auch in der Ernährung nie das absolut Ideal so wie es nie die absolut richtige Meinung gibt. Für unser praktisches Leben genügend aber die hinreichend gute Annäherungen an das Richtige und an das Wahre. So vermeidet man den Irrtum…

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