Die 6 besten Kampfsportarten zur Selbstverteidigung

Autor

Pauline Schauder

Fitness, 23. März 2021

Sportpsychologin, Studentin für Präventions- und Gesundheitsmanagement, Coach & Personal Trainerin.
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Viele Kampfsportarten eignen sich auch zur Verteidigung im Ernstfall.

Die 6 besten Kampfsportarten zur Selbstverteidigung

Kampfsport übt seit Jahrhunderten eine Faszination auf viele Menschen aus. Bruce Lee, Buakaw Banchamek, Muhammad Ali – sie alle haben in den verschiedensten Kampfsportarten gezeigt, wozu der menschliche Körper in der Lage ist und wie man einen Gegner ohne Waffen in die Flucht schlagen kann. In diesem Beitrag erfährst du das Wichtigste über die sechs beliebtesten Kampfsportarten, die dir im Notfall auch dabei helfen, dich gegen einen Angreifer zu verteidigen. 

Warum Kampfsport?

Kampfsport macht dich nicht nur physisch, sondern auch psychisch stark. Neben der körperlichen Fitness, die du durch das Ganzkörpertraining aufbaust, wird Stress abgebaut und dein Selbstbewusstsein aufgebaut. Gleichzeitig wird deine Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer trainiert. Wie du neben Kampfsport auch mit Yoga stress abbauen kannst, erfährst du hier.

Welche Kampfsportarten gibt es? 

Kampfsportarten gibt es zahlreiche. Dazu kommen immer neue Abwandlungen und Kombinationen. Die sechs beliebtesten Kampfsportarten zur Selbstverteidigung haben wir für dich zusammengestellt. 

Krav Maga

Krav Maga stammt ursprünglich aus Israel und wurde entwickelt, um sich gegen antisemitische Angriffe wehren zu können. Die bei uns praktizierte Variante dient nicht nur der Selbstverteidigung, sondern auch der körperlichen Fitness. Ästhetische Aspekte oder Wettkämpfe spielen bei dieser Kampfart keine Rolle. Sie eignet sich gleichermaßen für Männer, Frauen und Kinder. Kombiniert werden Hebel, Tritte und Schläge bei dieser Nahkampftechnik. 

Karate

Karate ist eine Mischung aus chinesischen Kung Fu-Elementen und japanischen Kampfelementen. Schläge und Tritte stehen im Vordergrund, zusätzlich kommen Hebel- und Wurftechniken vor. Karate trainiert nicht nur die Selbstverteidigung, sondern gleichzeitig auch Koordination, Körperspannung, Reaktionsfähigkeit und Konzentration. 

Judo 

Ursprünglich entwickelte sich Judo aus der Kampfsportart Jiu Jitsu. Judo basiert auf Wurf-, Boden, Fall- und Schlagtechniken. Gesiegt wird durch das Nachgeben des Gegners. Gleichzeitig wird beim Judo gegenseitiger Respekt gelehrt. Das Ziel ist es, auf beiden Seiten die bestmöglichen Fortschritte zu erlangen. Durch die Nähe zum Gegner kann das Judo Training dir dabei helfen, einen potenziellen Angreifer aus unmittelbarer Nähe bewegungsunfähig zu machen.

Judo zeichnet sich als Kampfsport insbesondere durch die Nähe zum Gegner aus.

MMA

Mixed Marterial Arts bedeutet übersetzt „gemischte Kampfkünste“. Bei dieser Sportart werden Schlag- und Tritttechniken mit Bodenkampf- und Ringtechniken aus verschiedenen Kampfsportarten miteinander gemischt. Die Techniken kommen sowohl aus dem Boxen und Kickboxen, dem Taekwondo sowie Karate als auch aus Judo, dem Ringen und Jiu Jitsu.

Anders als in anderen Kampfsportarten gibt es wenig reglementierte Beschränkungen, was dazu führt, dass selbst im Bodenkampf noch geschlagen und getreten werden darf. Ziel ist es, dass der Gegner entweder aufgibt, K.O. geht, oder letztendlich ein Schiedsrichter abbricht. Dies erklärt das brutale Image dieser Sportart.

Lies hier unseren Beitrag zum Thema MMA Workout.

Kickboxen

Kickboxen kombiniert das klassische Boxen mit Elementen aus beispielsweise Taekwondo oder Karate. Dabei kommen Hände und Füße zum Einsatz. Bei der Wettkampfdisziplin wird bis zum K.O. gekämpft. Die Fitnessvariante wird in der Regel am Sandsack ausgeführt und ist dadurch deutlich weniger brutal, aber genauso schweißtreibend. 

Thaiboxen

Thaiboxen wird ursprünglich Muay Thai genannt und ist der thailändische Nationalsport. Das Thaiboxen erfolgt waffenlos, es gibt allerdings auch Abwandlungen mit Waffen. Zu den charakteristischen Techniken im Muay Thai zählen die Knietechniken, Klammergriffe und der Einsatz der Ellenbogen. Da Muay Thai sowohl Abwehr- als auch Kontertechniken gegen bewaffnete und unbewaffnete Gegner beinhaltet, sowie effektive Verteidigungselemente, zählt dieser Kampfsport zu den besten und beliebtesten Kampfkünsten, die sich zur Selbstverteidigung einsetzen lassen.

Beim Thaibox-Training kommt man ordentlich ins Schwitzen. Die kraftvollen Bewegungen stärken den ganzen Körper.

Welcher Kampfsport ist am besten für Frauen geeignet?

Generell sind alle Kampfsportarten gleichermaßen für Männer wie für Frauen geeignet. Welche Kampfsportart also für dich als Frau am besten geeignet ist, ist abhängig von deinen Zielen. Interessierst du dich hauptsächlich für den Fitnessaspekt, sind für dich auch die neuen Mischformen Capoera, Piloxing oder Tae Bo interessant. Mehr zum Thema Fitnessboxen erfährst du in diesem Beitrag. Wenn es rein um den Aspekt der Selbstverteidigung geht, eignet sich der Besuch eines Kurses aller genannten Kampfsportarten sowohl für Männer als auch für Frauen oder ein spezifischer Kurs zur Selbstverteidigung, der oft Elemente aus einzelnen Kampfsportarten miteinander vereint.

Welche Kampfsportart ist die beste zur Selbstverteidigung?

Bei einer Kampfsportart zur Selbstverteidigung geht es weniger um Taktiken oder Ästhetik, sondern um Praktikabilität. Krav Maga, Kick Boxen oder Muay Thai eignen sich somit am besten. 

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5 Kommentare

Daniel sagt:
31. Mai 2022

Ich bin überrascht über das, was ich hier lese. Wieso werden nur 6 ! angeblich beliebteste Kampfsportarten aufgezählt, aber Taekwondo, Jiu-Jitsu und Aikido nicht dazugezählt, dafür aber Krav Maga.?
Krav Maga gehört – nach meiner Kenntnis – wie WingTsun nicht zum Kampfsport, sondern zu den Kampfkünsten, da es „hierbei“ keine Wettkämpfe gibt und, besonders wichtig, keine verbotene Angriffsfläche, da sich ein Angreifer auch nicht an die Regeln hält. Selbstverständlich muss alles verhältnismäßig sein.
Es kommt dabei immer auf die Distanz an. In einem Geschäft, einer U-Bahn. im Bus oder in der Straßenbahn ist für Tritte, wie im Karate, Kickboxen oder Taekwondo wohl kaum Platz; auch nicht für Judo- oder Aikidowürfe.
Hebel, wie im Jiu-Jitsu, kann dagegen jeder im Nahkampf wirkungsvoll einsetzen; ebenso WingTsun, das gleichzeitig Abwehr und Angriff beinhaltet – im WT gibt es auch Tritte für den Nahkampf und die Abwehr dagegen. Zu Krav Maga kann ich nichts sagen; es scheint aber dem WingTsun sehr ähnlich zu sein.
Sofern von Muay Thai gesprochen wird, fehlt eigentlich Pencak Silat und Hapkido
Kampfsport und Kampfkunst sind beide für die Fitness gut.

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OTL sagt:
31. Mai 2022

Hallo Daniel,
Vielen Dank für deinen Beitrag zu dem Thema. Ein Blogartikel, in dem wir alle möglichen Kampfsportarten und Kampfkünste behandeln, die sich zur Selbstverteidigung eignen, würde leider den Rahmen sprengen. Daher haben wir uns auf 6 sehr beleibte Disziplinen beschränkt.
Liebe Grüße,
Dein Team von OTL

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L3nny sagt:
16. Januar 2022

Ich kann mich nicht entscheiden ob karate oder Kickboxen

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Hannes Bartschneider sagt:
7. Januar 2022

Ich möchte einen Kamfsport erlenen. Daher suche ich eine passende Kampfsportschule. Gut zu wissen, dass das Kickboxen auch Teakwondo- oder Karateelemente in sich trägt.

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Florent Sepao sagt:
1. Dezember 2021

Welche Kampfsportart am effektivsten ist, hat sich seit ca. 1993 gezeigt. Es ist im Rahmen der Kampfsportveranstaltungen der UFC, in der sich Kampfsportler aus allen Kampfsportarten unter möglichst freien Bedingungen (am nächsten zur Realität) messen, deutlich geworden, dass a) Krav Maga fast unwirksam ist b) auch Kickboxen und Muay Thai nur bedingt nützlich sind und c) die nützlichste reine Kampfsportart das Jiu Jitsu darstellt, aber i.d.R. eine Kombination aus Jiu Jitsu/Wrestling und Boxen/Kickboxen/Karate/Muay Thai benötigt wird. Daraus entstand schließlich die wirklich erfolgreichste Kampfsportart: MMA/Sambo.

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