Face Pulls richtig ausführen

Face pulls

Diese besondere Übung für deine hintere Schulter wird in vielen Trainingsplänen noch unterschätzt. Wenn das bei dir auch der Fall ist, solltest du dir die nachfolgenden Tipps unbedingt zu Herzen nehmen.

Warum du Face pulls ausführen solltest

Der hintere Anteil deines Schultermuskels ist zwar recht klein, doch nimmt er einen großen Einfluss auf die Gesundheit deiner Schulter. Du kannst dir dein Schultergelenk wie folgt vorstellen: Dein Oberarmknochen sitzt mit seinem knöchernen, rundlichen Ende in deiner Schulterpfanne. Jedoch umschließt die Schulterpfanne deinen Oberarmknochen nicht vollständig – vielmehr bilden sie nur eine geringfügig gemeinsame Gelenkfläche. Das ermöglicht deiner Schulter enorm viel Spielraum: Du kannst sie rotieren, deinen Arm in alle Richtungen anheben und absenken und viele Bewegungen durchführen.

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Der Nachteil: Dein Schultergelenk ist nicht durch knöcherne Strukturen fixiert, sondern lediglich durch Sehnen, Bänder und insbesondere auch Muskulatur. Hierbei spielt vor allem die Rotatorenmanschette aber auch der Schultermuskel (M. Deltoideus) eine entscheidende Rolle.

Anhand dieser kurzen anatomischen Beschreibung wirst du sicherlich schnell merken, dass ein solch muskulär- und bandgeführtes Gelenk anfällig für Probleme sein kann. Diese entstehen nämlich besonders dann, wenn einzelne Muskeln nicht stark genug sind oder adäquat genutzt werden können. Genau hier kommen Face pulls ins Spiel, denn sie trainieren genau die Muskeln der Schulter, welche in einem typischen Krafttraining zu kurz kommen.

Beanspruchte Muskulatur bei Face pulls:

  • M. Infraspinatus
  • M. Teres Minor
  • Hinterer Anteil des M. Deltoideus

Der Infraspinatus und Teres Minor sind beides Teile der Rotatorenmanschette. Als starke Außenrotatoren sorgen sie dafür, dass der Oberarm abgespreizt, herangeführt und eben auch außenrotiert werden kann. 

Der hintere Anteil des Deltoideus liegt oberflächlich und ist für eine Abduktion des Armes ab 60 Grad sowie ein Heranziehen des Oberarmes neben den Rumpf zuständig.

Eine starke Schulter dank Face pulls

Diese Übung wird sowohl als Prehab wie auch Rehab verwendet und ist ein wichtiger Bestandteil einer gut durchdachten Trainingsroutine. In einem typischen Trainingsplan aus dem Kraftsport finden viele drückende Übungen ihren Platz. Das Resultat sind nicht selten stark ausgeprägte Brustmuskeln sowie der vordere Anteil des Deltoideus – Der hintere Anteil scheint jedoch häufig vernachlässigt zu werden. Dies sorgt nicht nur für optische Nachteile. Vielmehr sind die Muskeln für eine Innenrotation der Schulter dann sehr stark, jedoch wird die Außenrotation benachteiligt. Und diese ist in Zusammenarbeit mit der Kontrolle der Schulterblätter ausschlaggebend für ein stabil fixiertes Schultergelenk bei nahezu allen Oberkörperübungen wie Bankdrücken, Überkopfdrücken oder Klimmzügen.

Möchtest du also eine starke und gesunde Schulter haben, solltest du auch die Außenrotatoren trainieren und stärken. Auf diese Weise sorgst du für eine notwendige muskuläre Balance im Schultergelenk.

Face pulls Ausführung – Worauf du achten solltest

  1. Befestige das Trainingsseil am Kabelzug in etwa auf Höhe deiner Stirn
  2. Nimm jeweils ein Ende des Seils in je eine Hand. Deine Daumen zeigen dabei zu dir/nach unten (Neutraler Griff)
  3. Gehe ein paar Schritte zurück, sodass das Seil auf Spannung ist
  4. Stelle dich stabil hin, im besten Fall mit leicht versetzten Füßen
  5. Bringe deine Oberarme in etwa auf Höhe deiner Schultern und lasse deine Arme vom Gewicht nach vorne ausstrecken
  6. Ziehe nun das Seil kontrolliert auf dein Gesicht zu
  7. Deine Ellenbogen werden dabei nach außen geführt, sodass deine Oberarme in der Endposition in einem 90 Grad Winkel zum Oberkörper stehen
  8. Je mehr du deine Unterarme nach außen bringst, desto näher kannst du das mittlere Verbindungsstück des Seils zu deiner Stirn führen. Zudem fokussierst du dann mehr das Training der Außenrotation
  9. Lasse deinen Schulterblättern Freiraum zum Bewegen und führe die Bewegung durch ein kontrolliertes Ablassen des Gewichtes zu Ende

Alternatives Equipment

Face pulls können einwandfrei auch mit einem Theraband ausgeführt werden. Damit eignen sie sich auch für das Training daheim oder im Freien mit wenig Equipment. Das Theraband sorgt sogar dafür, dass die maximale Spannung in der Endposition entsteht – Genau dort, wo die Außenrotation bei gleichzeitigem Heranziehen der Oberarme maximal ist. Probiere es gerne mal aus.

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Fazit

In den meisten Fällen macht die Implementierung von Face pulls im Trainingsplan Sinn. Selbst wenn es sich nur um optische Zielsetzungen handelt, sorgen Face pulls für einen Hypertrophie-Effekt in der hinteren Schulter – Und demnach auch für den häufig gewünschten 3D-Look der Schultern. Insbesondere bieten sich Face pulls aber zur präventiven Stärkung der Schultermuskeln an und können hier regelmäßig in dein Training integriert werden. 

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