Musik beim Training

Wie du mit der richtigen Musik das Meiste aus deinem Training herausholst

Sie weckt Erinnerungen, bringt uns zum Wackeln oder zaubert uns ein breites Lächeln ins Gesicht – Musik macht einfach gute Laune und erleichtert uns den Alltag in so manch schwierigen Situationen. 

Auch beim Training ist sie kaum noch wegzudenken. In den meisten Studios hallt es laut aus den Boxen, vor wichtigen Wettkämpfen schwören viele Leistungssportler auf ihren momentanen Lieblingssong und überhaupt sieht man kaum noch Hobby-Sportler ohne Kopfhörer.

Dass Training mit cooler Musik mehr Spaß macht, ist Fakt. Aber hat sie auch Auswirkungen auf unsere Leistungsfähigkeit? Können wir mit der richtigen Musik härter und ausdauernder trainieren?

Was sagt die Wissenschaft dazu?

Studien zu diesem Thema gibt es eine Menge, wobei die mehrheitlichen Ergebnisse dich jetzt sicher überraschen: Musik hat nämlich keine nachweisliche Auswirkung auf Laktatbildung, Sauerstoffzufuhr und Herzfrequenz während des Trainings. Schade. 

Allerdings hat sie trotzdem eine Wirkung auf die Leistungsfähigkeit, wie in einigen Experimenten festgestellt werden konnte. Läufer joggten mit Musik schneller und hielten sogar länger durch.

Die Leistung bei motorisch anspruchsvollen Sportarten, wie dem Körbewerfen beim Basketball konnte durch Musik hingegen nicht gesteigert werden. Allerdings wählten die Testpersonen mit Musik im Ohr weitere Entfernungen als normalerweise. So wurde herausgefunden, dass Musik die Risikobereitschaft beim Sport erhöht. 

Die richtige Musik für dein Workout

Die richtige Playlist für dein Workout, die maximale Entspannung und Fokus

Fazit: Musik steigert die Ausdauer und motiviert so sehr, dass der Erschöpfungszustand später einsetzt und du dir selbst mehr zutraust. 

Was bewirkt Musik beim Sport?

Musikhören motiviert und Motivation wirkt sich bei jeder Person anders aus. Bei dir ist es vielleicht eine Wiederholung mehr beim Bankdrücken und deine Freundin ist eine viertel Stunde länger joggen als sonst.

Was ihr aber beide tut: lächeln. Unsere Lieblingsmusik setzt nämlich Endorphine frei, die glücklich machen.  

Spaß wiederum bewirkt, dass wir uns beim Sport mehr auf positive Aspekte konzentrieren und negative Auswirkungen, wie Anstrengung, Unlust und Erschöpfung besser ausblenden können. Die Erklärung dafür ist recht simpel: die Signale, die uns unser Körper während der Anstrengung gibt, wie eine schwere Atmung oder ein erhöhter Puls werden durch die Musik einfach akustisch übertönt. Macht es zwar nicht weniger anstrengend, aber Hauptsache es macht Spaß. 

Außerdem löst vertraute Musik Emotionen aus, die wiederum Auswirkungen auf den Körper haben: 

  • die Hautatmung wird angeregt
  • die Körpertemperatur steigt an
  • das motorisches Bewegungszentrum wird stimuliert
  • Aufmerksamkeit und Konzentration nehmen zu
  • der Körper nimmt aufrechtere Haltung ein 
  • der Muskeltonus verändert sich

All diese Effekte können durchaus einen positiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit haben. 

Welche Musik eignet sich am besten? 

Ruhige und entspannte Musik löst innere Anspannungen und beruhig bei Nervosität – ideal also, um sie vor Wettkämpfen einzusetzen oder zum Runterkommen nach einem anstrengenden Training.

Zur OTL Entspannungsplaylist

Laute und härtere Beats mit viel Bass treiben dagegen eher an. Sie sorgen vor dem Training für mehr Motivation und heizen während des Workouts richtig ein.

Zur OTL Workout Playlist

Doch viel mehr geht es bei der Wahl der richtigen Musik um Emotionen, die du mit den Songs und deren Texten verbindest. Wähle vertraute Beats, die für starke positive Gefühle, wie Stärke, Kraft und Ausdauer stehen und vor allem deinem Musikgeschmack entsprechen. Bloß keine schnulzigen Liebeslieder, die dich an eine verflossene Liebe erinnern und Tränen statt Schweiß fließen lassen. 

Auch die Geschwindigkeit der Beats solltest du auf den Rhythmus deines Trainings abstimmen. Langsame Töne zu einem intensiven HIIT Training? Eher hinderlich für deine Leistungsfähigkeit. Wenn Musik und Puls im Einklang sind, kannst du dir deine Energie nämlich viel effizienter einteilen. Hierfür gibt es sogar offizielle Vorgaben: für intensive Krafteinheiten wird beispielsweise Musik mit 120 bpm empfohlen, die zu 80 % aus schnellen und zu 20% aus ruhigen Beats besteht. 

Wenn du keine Lust hast, aus dem Musikhören beim Sport eine Wissenschaft zu machen, wirf doch einfach mal einen Blick in unseren Spotify-Account – Dort haben wir dir verschiedene Playlists fürs Training und für Yoga, Meditation und Entspannung zusammengestellt. Da ist bestimmt auch für dich der passende Beat dabei. 

Zum OTL Spotify Account

Welche Musik stachelt dich beim Sport so richtig an und welche Songs gehen deiner Meinung nach gar nicht? Vielleicht schaffen wir es mit euren Tipps, eine weitere Playlist zu kreieren. 

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