Was ist der Unterschied zwischen Yoga und Pilates?

Yoga und Pilates haben viele Gemeinsamkeiten und werden trotz diverser Unterschiede oft verglichen. Der größte Unterschied von Yoga und Pilates liegt in der Herkunft: Pilates ist ein modernes Ganzkörpertraining, Yoga hingehen eine jahrtausende alte spirituelle Praxis. Ein weiterer Unterschied liegt in der Atmung: Während beim Yoga nur durch die Nase geatmet wird, erfolgt beim Pilates die Einatmung durch die Nase und die Ausatmung durch den Mund.

Nachfolgend wollen wir auf beide Sportarten genauer eingehen und dir die Eigenschaften, Herkunft und Ziele von Yoga und Pilates im Detail vorstellen.

Yoga und Pilates im Vergleich

Yoga

Pilates

Grundgedanke: Beim Yoga werden Körper, Geist und Seele durch Meditation, die richtige Atmung und kontrollierte Bewegungen in Einklang gebracht.Grundgedanke: Beim Pilates sollen durch bewusste Bewegungen eine starke Körpermitte und ein gesunder Körper gefördert werden.
Definition: Yoga ist eine Jahrtausende alte philosophische Lehre aus Indien.Definition: Pilates ist ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur.
Ziel: Das Ziel von Yoga ist der Einklang von Körper, Geist und Seele, um so die innere Freiheit, Samadhi, zu erreichen.Ziel: Das Ziel von Pilates ist eine Verbesserung der Haltung durch Stärkung der Muskeln.
Herkunft: Der Ursprung des Yoga liegt in der uralten Kultur Indiens, im Buddhismus und Hinduismus.Herkunft: Pilates wurde in den 1920er Jahren vom Deutsch-Amerikaner Joseph H. Pilates erfunden.
Atmung: Bei der Yoga-Atmung wird ausschließlich durch die Nase in den Brust- oder Bauchraum ein- und ausgeatmet. Die tiefe Bauchatmung soll zur Entspannung des Körpers beitragen.Atmung: Beim Pilates wird durch die Nase eingeatmet. Durch den Mund wird in den Brustkorb, das sogenannte “Powerhouse“, ausgeatmet.

Pilates oder Yoga?

Diese Frage muss nicht zwingend auf eine der beiden Sportarten hinauslaufen. Vielmehr können Yoga und Pilates miteinander verbunden werden, da sie sich sehr gut ergänzen. Abseits der Unterschiede existieren nämlich viele Gemeinsamkeiten von Yoga und Pilates, welche das Wohlbefinden steigern können, sodass die jeweiligen Ziele schneller erreicht werden.

Solltest du also vor der Entscheidung "Yoga oder Pilates“ stehen, so ist es durchaus einen Gedanken wert, beide Sportarten zu praktizieren. Auch als Trainer ist es von Vorteil, sowohl Yoga als auch Pilates zu lernen. Denn so kannst du dein Know-how erweitern und in deine Stunden mit einfließen lassen.

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Was ist Yoga?

Beim Yoga handelt es sich um eine Jahrtausende alte philosophische Lehre aus Indien. Yoga kann auch als „Einheit“, „Verbindung“ und „Harmonie“ übersetzt werden. Sie umfasst viele verschiedene körperliche Übungen, die sogenannten Asanas, sowie Atemübungen, Meditation und Tiefenentspannung. Ziel ist es, eine tiefe Verbindung von Körper, Geist und Seele zu schaffen. Je nachdem, wie weit der Praktizierende gehen möchte, kann Yoga von der Ausübung als eine Art Sportart bis hin zu einer kompletten Lebenseinstellung und Philosophie werden.

Was bringt Yoga und worauf kommt es an?

Der größte Unterschied von Yoga und Pilates liegt in der Atmung. Denn die spezielle Yoga-Atmung spielt eine enorm wichtige Rolle: Im Gegensatz zum Pilates wird beim Yoga ausschließlich durch die Nase geatmet. Geatmet wir entweder in den Brust- oder Bauchraum, niemals aber in die Zwischenrippenbögen. Dies hat den Sinn, den Körper maximal zu entspannen und die Übung so lange wie möglich halten zu können.

Die Yoga-Atmung ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Ausführung. Egal in welche Haltung der Körper bewegt wird – Der Fokus sollte immer auf einer gleichmäßigen, bewussten Atmung liegen. Hierbei ist die Kunst, die Übungen, die sogenannten Asanas, möglichst lange zu halten.

Es gibt unzählige Arten und Formen des Yoga. So ist das Power Vinyasa Yoga eine Form vom Hatha Yoga . Auch hierbei bleibt das oberste Ziel Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Das Besondere beim Vinyasa Yoga sind die fließenden und dynamischen Bewegungen, welche synchron zur Atmung ausgeführt werden. Der Begriff Vinyasa setzt sich aus „vi“ (= auf eine bestimmte Weise) und „nyasa“ (= setzen, stellen, legen) zusammen.

Für alle Arten von Yoga gilt, sie sollen den Körper von Giftstoffen befreien, indem Körper und Geist vereinigt werden. Eine Besonderheit im Yoga stellt der klassische Sonnengruß dar, den es im Pilates nicht gibt. Er besteht aus 12 Asanas, die gemeinsam eine dynamische Abfolge ergeben. Oftmals wird der Sonnengruß zum Anfang einer Yoga-Stunde zum Aufwärmen und Dehnen der Muskulatur und des gesamten Körpers eingesetzt.

Um Yoga praktizieren zu können benötigt man grundsätzlich nur eine Yogamatte. Des Weiteren werden aber auch bestimmte Hilfsmittel wie Meditationskissen, Yogablöcke oder Yogagurte eingesetzt.

Yoga ist mehr als Sport

Wer Yoga richtig ausüben möchte, der nimmt nicht einfach nur an Yoga-Stunden teil, sondern überträgt die Yoga-Praxis auf das ganze Leben. Konzentration und Meditation sind dabei ebenso wichtig wie der Umgang mit der Umwelt und der Umgang mit sich selbst. Ziel der Lebensweise nach der Yoga-Praxis ist Samadhi, die innere Freiheit.

Was ist Pilates?

Pilates ist ein Ganzkörpertraining, bei dem einzelne Muskelpartien ganz gezielt aktiviert oder entspannt werden. Als Erfinder gilt der Deutsch-Amerikaner Joseph H. Pilates, welcher das Ziel hatte, die Haltung zu verbessern, indem Muskeln gestärkt und gestrafft werden. Praktiziert wird Pilates seit den 1920er Jahren.

Was bringt Pilates und was ist das Ziel?

Im Gegensatz zum Yoga kommt es bei Pilates auf die Wiederholungen aber vor allem auf die 6 Pilates Prinzipien an. Das primäre Ziel ist es, die Körperhaltung und Beweglichkeit zu verbessern, indem die dafür zuständigen Muskeln gestärkt werden. Pilates kann daher eher als Gesundheitstraining bezeichnet werden.

Der größte Unterschied von Pilates und Yoga liegt darin, dass Pilates keinerlei philosophischen Hintergrund hat, sondern lediglich ein systematisches Ganzkörpertraining darstellt.

Aber auch hierfür gibt es eine bestimmte Atemtechnik: Bei der Pilates-Atmung ist die Nase für das Einatmen und der Mund für das Ausatmen zuständig. Beim Pilates spielt die Atmung eine nicht ganz so wichtige Rolle wie beim Yoga, jedoch ist auch sie von Bedeutung. Geatmet wird hauptsächlich in den Brustkorb, wobei man auch vom sogenannten ,,Powerhouse“ spricht. Beim Pilates wird vor allem die Körpermitte, also der Beckenboden und die Rumpfmuskulatur trainiert, um eine verbesserte Haltung hervorzurufen.

Pilates-Atmung und -Haltung

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