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Lexikon Fitness und Gesundheit Training Übertraining

Übertraining

Ein sportliches Training zur Leistungsverbesserung, wie zuvor am Prinzip der Superkompensation gelernt, funktioniert in verschiedenen Phasen von der Belastung, über die Ermüdung bis hin zur Erholung. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Phase der Ermüdung, denn diese ist Voraussetzung für eine zukünftige Leistungsverbesserung.

Eine erhöhte sportliche Leistung kann allerdings nur erreicht werden, wenn dem Körper nach der Ermüdung ausreichend Regeneration ermöglicht wird. Wird diese Regenerationszeit über einen längeren Zeitraum hinweg vernachlässigt, kann sich der Körper nicht in den Zustand der Homöostase (= Gleichgewicht der auf- und abbauenden Prozesse im Körper) zurückfinden und es kommt zu einer Anhäufung der Ermüdungserscheinungen. Wird dieser Zustand ignoriert und die Phase der Regeneration weiterhin vernachlässigt, so kommt es zum Übertraining.

Ursachen des Übertrainings

Die Ursachen des Übertrainings sind meist sehr komplex. Es handelt sich in der Regel um die Summe aus übermässigen Reizen, zu hartem Training, privater oder beruflicher Stressbelastung, Krankheitsfolgen und/oder falscher Lebensweise.

Trotz der Vielzahl an möglichen Ursachen sind es meist offensichtliche Hauptgründe, die zum Übertraining führen können. Dazu zählen unter anderem vernachlässigte Regeneration, zu schnell gesteigerte Trainingsanforderung, zu großer Belastungsumfang oder zu rascher Einstieg nach einer Trainingspause. Es ist also wichtig, eine richtig dosierte Trainingsbelastung zu finden, damit langfristig verletzungsfrei trainiert werden kann. Um ein mögliches Übertraining rechtzeitig zu erkennen, sollten folgende Symptome bekannt sein:

Symptome bei Übertraining

  • Leichte Ermüdbarkeit
  • Herabgesetzter Appetit
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Reizung der Muskeln, Sehnen und Bänder
  • Anstieg der Ruhepulsfrequenz um etwa 5–10 Schläge/min
  • Blutdruck uncharakteristisch
  • Reaktionszeit verkürzt
  • Leicht erhöhte Körpertemperatur
  • Koordinations- und Konzentrationsstörungen

Die Erkennung des Übertrainings stützt sich niemals auf nur eine der angegebenen Symptome, sondern ist vielmehr ein diagnostisches Puzzle, das sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Für die Behandlung von Übertraining wird meistens ein verringertes Trainingsvolumen sowie verringerte Trainingsintensität verwendet, um dem Körper damit die nötige Regeneration zu ermöglichen. Damit es aber nicht so weit kommt, gilt es, das Training frühzeitig anzupassen, um nicht in das Übertraining zu gelangen. Denn dies kostet letztendlich mehr Zeit, als eine frühzeitige ein- bis zweiwöchige Trainingspause in Anspruch nehmen würde.