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Lexikon Yoga Asanas Baddha Padmasana (Lotussitz)

Baddha Padmasana (Lotussitz)

Buddha liebte diesen Sitz! Im Sanskrit bedeutet baddha = gebunden oder geschlossen und padma = Lotus Diese Übung dient hauptsächlich der Flexibilität der Hüftgelenke und als Vorbereitung für den Lotus. Diese Haltung ist die berühmteste Yogahaltung und dient auch zur Meditation.

Ausführung:

  • Aufrecht auf beiden Sitzhöckern fest sitzen; das Becken ist aufgerichtet
  • Die Beine sind ausgestreckt
  • Ein Bein beugen, den Fuß umfassen und die Sohle nach oben drehen
  • Den Fußspann auf die gegenüberliegende Leiste legen – mit der Ferse zum Becken, den anderen Fuß ebenso
  • Die Knöchel kreuzen sich dann
  • Die Füße sind nah am Hüftknochen abgelegt
  • Beide Hände in den Schoß legen. Die linke Hand liegt mit der Handfläche nach oben auf den Fersen
  • Die rechte Hand legt sich in die linke Hand
  • Der Rücken und der Nacken bleiben lang
  • Die Schultern drücken tief in die Gesäßtaschen
  • Die Knie ziehen Richtung Boden und der Blick ist nach unten oder geradeaus gerichtet

In der Position:

  • Becken und Wirbelsäule bleiben in einer neutralen Stellung
  • Das Herzzentrum ist geöffnet
  • Aufrechter Rücken, Schultern tief
  • Der Atem fließt

Hinweise:

  • Die Knie niemals mit Gewalt nach unten drücken
  • Die aufrechte Körperhaltung beibehalten
  • Die Füße nur soweit an die Leiste bringen, wie es schmerzfrei geschehen kann
  • Bauchnabel zieht zur Wirbelsäule
  • Die Beine nach der Haltung nicht direkt belasten
  • Langsam die Haltung lösen
  • Auf die Dehnung der Muskeln und Gelenke konzentrieren

Variationen:

  • Die Hände können auch einfach auf die Knie gelegt werden
  • Die Knie nur etwas zum Boden ziehen
  • Sich auf eine Erhöhung setzen (Decke, Block)
  • Alternativen sind auch der Fersensitz, der halbe Lotus oder der geschlossene Winkel

Kontraindikationen:

  • Bei Hüft-, Knie- und Fußgelenkproblemen aufpassen
  • Nicht für Schwangere
  • Das Ziel von allen drei Sitzhaltungen (Schneidersitz, halber Lotussitz und Lotussitz) sind Stabilität und Bequemlichkeit. Von daher sollte man ganz achtsam feststellen und für sich entscheiden, welche Position für einen bequem ist und welche nicht.

Positive Wirkungen:

  • Beruhigt den Geist
  • Entspannt die Schultern und den Nacken
  • Anregende Wirkung auf das Nervensystem
  • Lindert physische und geistige Ermüdung
  • Die Hüftgelenke werden flexibel
  • Entspannung
  • Nervensystem kommt zur Ruhe
  • Sitze für Meditation und Pranayama
  • Freie Atmung durch Öffnung des Brustraumes

Die Frage, die immer wieder im Yoga aufkommt: Sollen die Knie über oder unter die Hüften? Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Hat man Probleme mit den Hüftgelenken, ist es hilfreich, dass die Knie höher als die Hüften sind, da diese nicht so viel Außenrotation und Abduktion zulassen. Jedoch bewirken höher liegende Knie, dass das Becken nach hinten kippt und die Wirbelsäule dadurch in eine Flexion kommt. Um sie wieder aufzurichten, ist es notwendig, dass die Rumpfmuskulatur angespannt wird und die Hüftbeuger kontrahieren. Dann werden Becken und Wirbelsäule wieder nach vorne gezogen.