Welche Ernährungsform passt zu mir?

Welche Ernährung passt zu mir?

Die Ernährung ist sehr individuell und komplex – Ein System zu haben kann bei der Zielsetzung helfen. Hier findest du heraus, welche Ernärhung zu dir passt!

Wir haben bereits im letzten Artikel die aktuellsten Ernährungstrends besprochen. Nun möchten wir auf die Vor- und Nachteile eingehen, damit du die für dich optimale Ernährungsform finden kannst!

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Erfahre, wie du dich an ein Low-Carb-Ernährungskonzept halten kannst und dabei Muskelmasse aufbaust oder dein Gewicht reduzieren kannst, ohne gleich von der kompletten Ernährungsumstellung entmutigt zu werden und aufzugeben.

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Der wichtigste Aspekt für die Auswahl der „perfekten“ Ernährungsform ist das Wissen über die eigenen Möglichkeiten und Ziele. Denn wohlmöglich ist die theoretisch beste Ernährungsform für dich persönlich gar nicht geeignet, da du sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht einhalten und umsetzen kannst. Deshalb ist es besonders wichtig, dass du deine Ernährung auf dich persönlich abstimmst. Aber natürlich gibt es einige Grundregeln und Prinzipien, die stets beachtet werden sollten und dabei helfen Ernährungsformen auf den ersten Schritten weiter:

Low-Carb und High Carb

„Carb“ ist die Abkürzung des englischen Wortes „carbohydrate“, was im Deutschen dem Kohlenhydrat entspricht. Bei der Low-Carb-Ernährung verzichtet man somit zum Großteil auf die Zufuhr von Kohlenhydraten. Ziel dieser Ernährungsform ist häufig der Wunsch nach einer schnellen und einfachen Gewichtsreduktion. Es lässt sich allerdings der Grad der Minimierung von Kohlenhydraten nicht eindeutig definieren. Je nach Person, Ziel und subjektivem Empfinden ist die Grenze zwischen Low-Carb und High-Carb nicht eindeutig erkennbar. In der Regel spricht man aber von Low-Carb, wenn unter 150 Gramm Kohlenhydrate täglich zugeführt werden.

Das genaue Gegenteil ist die High-Carb Ernährung, bei welcher man bevorzugt Kohlenhydrate zu sich nimmt und gleichzeitig die Fettzufuhr gering hält. Diese Ernährungsform ist besonders für hohe Leistungsfähigkeit im Alltag und im Sport zu empfehlen.

Die Variation hinsichtlich Kohlenhydratzufuhr ist sehr einfach umsetzbar. Uns sind bereits sehr viele Lebensmittel mit hohem Kohlenhydratanteil bekannt: Nudeln, Reis, Getreideprodukte aber auch insbesondere Süßigkeiten, da diese sehr viel Zucker beinhalten. Lässt man diese Lebensmittel primär weg, so gelangt man häufig unbewusst in ein Kaloriendefizit, da man sich die üblich zugeführten, vielen Kalorien in Form von Kohlenhydraten spart.

Allerdings sind Kohlenhydrate, auch wenn sie für den Körper nicht lebensnotwendig sind, entscheidend für unsere Leistungsfähigkeit im Sport und Alltag. Wer also weiterhin im Fitnessstudio Vollgas geben möchte, um seine Muskulatur zu erhalten, sollte eventuell zu einer anderen Ernährungsform greifen.

Vorteile einer Low Carb Ernährung:

  • Einfach umsetzbar
  • Unbewusste Möglichkeit zur Kalorienreduzierung
  • Süßigkeiten werden kategorisch ausgeschlossen

Nachteile von Low Carb:

  • Als Sportler eventuell Leistungseinbußen
  • Muskelerhalt gefährdet, wenn Leistung sinkt
  • Sehr viel Verzicht durch hohe Einschränkung der Lebensmittelauswahl

Für den ist die Low Carb Ernährung geeignet?

Low-Carb ist besonders für Personen geeignet, die in der Lage sind, temporär auf kohlenhydratreiche Lebensmittel zu verzichten, um dadurch einfach und problemlos in ein Defizit für den geplanten Gewichtsverlust zu gelangen.

Hier findest du noch ausführlichere Infos zur Low Carb Ernährung.

IIFYM – If it fits your macros

IIFYM („Wenn es in deine Makros passt“) ist die wohl flexibelste Ernährungsform. Durch die klaren Vorgaben im Sinne von Kalorien sowie Makronährstoffe ist ein tägliches Ziel festgelegt, welches dann unter gewissen Vorgaben flexibel erreicht werden kann. Führt man IIFYM richtig aus, erfüllt man außerdem alle gesundheitlichen Aspekte einer Ernährung. Für die richtige Anwendung des Prinzips gilt es nämlich, zunächst eine gesunde Basis zu schaffen, um danach flexibel die Vorgaben aufzufüllen, sofern dies in die Zielangaben hineinpasst.

Durch diese Ernährungsform kann man sehr individuelle und persönliche Ziele festlegen und trotzdem den Alltag flexibel genießen, solange man sich in dem vorgegebenen Rahmen bewegt. Aber Vorsicht: IIFYM hat auch seine Grenzen und sollte nicht falsch interpretiert werden!

Vorteile von IIFYM:

  • Sehr flexibel und alltagstauglich
  • Abwechslungsreich und leicht durchzuhalten
  • Kein Verzicht auf bestimmte Lebensmittel
  • Man kann auch zum Teil Süßigkeiten essen und somit seine Gelüste stillen

Nachteile von IIFYM:

  • Es erfordert eine Planung der Zielvorgaben
  • Man muss seine Kalorien „Tracken“, um zu wissen, wie viele Makros man aufgenommen hat und hat somit einen kleinen Mehraufwand pro Tag

Für wen ist IIFYM geeignet?

IIFYM ist für jedermann geeignet, denn die Ziele können individuell festgelegt werden. Ein Sportler würde sich meistens bei einer hohen Kohlenhydratzufuhr, einer moderaten Proteinzufuhr sowie einer eher geringen Fettzufuhr einpendeln, um das Maximum aus seiner Leistung und dem daraus resultierenden Erfolg herauszuholen. Sind die Zielangaben festgelegt, besteht eine super flexible Möglichkeit, den gesamten Alltag mit der Ernährung zu kombinieren.

Intermittent Fasting

Beim Intermittent Fasting handelt es sich um eine Ernährungsform, welche ein zeitliches Fenster zur Kalorienaufnahme vorgibt. Dies ist eher ein Zusatz, der mit anderen Ernährungsformen kombiniert werden kann.

Üblicherweise fastet man beim Intermittent Fasting ca. 16 Stunden täglich und isst dann alle seine Kalorien innerhalb eines Zeitfensters von 8 Stunden. Dadurch wird der Hunger besser kontrolliert und man kann sich besonders in einer kalorienreduzierten Diät auf eine riesige Mahlzeit am Abend freuen – Und trotzdem problemlos Gewicht verlieren.

Vorteile von Intermittent Fasting:

  • Durch die geringe Zeit der Nahrungsaufnahme kann man größere Mahlzeiten essen
  • Besonders für eine stark kalorienreduzierte Diät geeignet, da man trotzdem satt wird
  • Man hat das Gefühl, trotzdem viel essen zu können
  • Erleichtert den Arbeitsalltag, da die Vorbereitung der Mahlzeiten häufig wegfällt

Nachteile von Intermittent Fasting:

  • Kann zu einem essgestörten Verhalten führen (Richtung Binge-Eating/Fressattacken!)
  • Ist sehr abhängig von der Person
  • Es dauert 1-2 Wochen sich an das Fasten zu gewöhnen

Für wen ist Intermittent Fasting geeignet?

  • Intermittent Fasting kann sich für Personen mit dem Ziel des Gewichtsverlustes sehr gut eignen
  • Besonders wenn man nach fülligen und ausgiebigen Mahlzeiten strebt. Wer jedoch anfällig für Fressattacken ist, sollte diese Ernährungsform mit Vorsicht genießen.

So findest du die richtige Ernährungsform für dich:

Im Endeffekt haben alle Ernährungsformen nur eines gemeinsam: Sie unterliegen den Grundlagen der Ernährung. Wer also beispielsweise Gewicht verlieren will, muss dazu zwingend in einem Kaloriendefizit essen – Also weniger Energie zuführen, als man verbraucht. Dieses Grundprinzip der Ernährungslehre kann von keiner Ernährungsform der Welt ausgetrickst werden.

Uns ist nämlich wichtig, dass du verstehst, was eine Ernährungsform wirklich darstellt: Die Auswahl der Ernährungsform ist ein Mittel zum Zweck! Es handelt sich um eine grundlegende Methode, um ein Ziel zu erreichen. Eine Ernährungsform kann somit keine Grundregeln der Ernährung aushebeln und es gibt nicht die eine, perfekte Ernährungsform, die besser als alle anderen ist. Es gibt aber wohl möglich die für dich selbst perfekte Ernährungsform und das ist diejenige, welche du problemlos einhalten kannst und welche dich zu deinem gewünschten Ziel führt!

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