Was du gegen Rückenschmerzen tun kannst

Rückenschmerzen Ursachen und was du präventiv tun kannst

Die meisten Menschen in Deutschland werden mindestens einmal in ihrem Leben von Rückenschmerzen geplagt. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Ursachen von Rückenschmerzen und wie du sie von vornherein verhindern kannst.

Rückenschmerzen Ursachen

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind sehr vielfältig und leider ist dieses Phänomen auch heutzutage noch zu einem großen Teil ungeklärt. Einige Erkenntnisse kannst du jedoch trotzdem für dein Training und deine Alltagsgestaltung nutzen.

Wichtig ist das Bewusstsein darüber, dass Schmerzen ein Warnsignal des Körpers sind. Hast du einen Stein im Schuh, sendet dein Fuß einen Schmerzreiz an dein Gehirn, als Signal, dass bestimmte Strukturen gefährdet oder beschädigt sind. Anstatt Schmerzmittel zu nehmen, wirst du den Stein entfernen. So ähnlich ist es auch mit Rückenschmerzen – Du solltest grundsätzlich immer versuchen, die Ursache des Schmerzen zu finden und nicht einfach mit Schmerzmitteln den Schmerz unterdrücken.

Körperliche Ursachen für Rückenschmerzen

Es gibt einige mögliche Ursache für Rückenschmerzen auf der körperlichen Ebene: Durch ständige Fehlhaltungen und Bewegungsmangel, kommt es zu Verkürzungen und Verspannungen bestimmter Muskeln auf der einen Seite. Und zu genereller Muskelschwäche auf der anderen Seite.

Verkürzt sind besonders häufig der Pectoralis Major – der Brustmuskel -, die Bauchmuskulatur und der Iliopsoas – der Hüftbeuger. Verspannt ist dagegen häufig der Rückenstrecker, der gegen den Zug des Iliopsoas nach vorne-unten arbeiten muss, um den Oberkörper aufrecht zu halten. Der Zug des Iliopsoas auf der einen und des Rückenstreckers auf der anderen Seite, führt zu erhöhtem Druck auf die Bandscheiben. Diese senden einen Schmerzreiz an dein Gehirn.
Hier gilt es dann, den Stein –wie im Beispiel oben – zu entfernen. In diesem Fall also als aller erstes den Iliopsoas zu dehnen.
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Rückenschmerzen Ursachen auf psychischer Ebene

Eine weitere mögliche Ursache für Rückenschmerzen, die du auf jeden Fall bedenken musst, ist auf psychischer Ebene zu suchen. Das Rückenmark ist unbeschreiblich eng mit dem Gehirn verbunden. Dementsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Stress und andere mentale Prozesse in Form von Rückenschmerzen äußern. Das ist insbesondere dann der Fall, falls du schon irgendeine Verletzung im Bereich deines Rückens hattest. Sei es ein Bandscheibenvorfall oder vielleicht bist du auch einmal unter einer Hantel zusammengebrochen.

In diesem Fall, insbesondere falls dies regelmäßig zu Beschwerden führt, ist es hilfreicher einen kritischen Blick auf deinen Lebensstil zu werfen.

  • Wie steht es um dein Zeitmanagement?
  • Denkst du eher Lösungsorientiert oder ärgerst du dich über Fehler?
  • Nimmst du dir täglich Zeit ein wenig zu entspannen?

Hinterfrage dich in deinem Alltag, wie kannst du Stress reduzieren?

Therapie von Rückenschmerzen

Eine gute Möglichkeit, um kurzfristig deine Rückenschmerzen zu behandeln, ist Wärme – beispielsweise in Form einer heißen Dusche.

Langfristig ist es jedoch essenziell, durch adäquates Kraft-, Beweglichkeits- und Faszientraining deinen Körper optimal gegen Rückenschmerzen zu wappnen:

Rückenschmerzen vorbeugen

Die Prävention von Rückenschmerzen ergibt sich aus der Therapie. Auf der einen Seite körperliches Training, auf der anderen Seite Management deines Lebensstils.

Weitere Maßnahmen, die du auch jetzt schon ergreifen kannst und solltest, bevor dein Rücken überhaupt erste Anzeichen von Schmerzen zeigt:

  • Falls du viel sitzt, kannst du dir einen Stehtisch besorgen (evtl. Installierst du dir darunter sogar ein Laufband und legst täglich 10km zurück ohne dafür extra Zeit einzuplanen)
  • Falls du morgens und abends im Berufsverkehr festsitzt, fahre eine Stunde früher hin und eine Stunde später zurück, um diesen zu umgehen und nutze die gewonnene Zeit für ein Workout, einen Mittagsschlaf oder zum Meditieren
  • Gewöhne dir an, auf dem Weg zur Arbeit Hörbücher zu hören – „Driving Time is Learning Time“ – Fahrzeit ist Lernzeit. Selbst wenn die Fahrt dann mal 10 Minuten länger dauert, hast du sie trotzdem sinnvoll genutzt.
  • Nutze deine Mittagspause effektiv für Bewegung. Du kannst dir zum Beispiel etwas zu Essen mitnehmen, das du auf einem Spaziergang im Freien essen kannst.

Literatur

Kempf, H.-D., (2018). Die Rückenschule – Das ganzheitliche Programm für einen gesunden Rücken. Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG. Hamburg.

Kempf, H.-D., Schmelcher, F., Ziegler, C., (2017). Trainingsbuch Rückenschule – Das bewährte Programm gegen Rückenschmerzen. Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG. Hamburg.

www.youtube.com/watch?v=SDVcNemC9tw&t=10s

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