Crossfit das härteste Training der Welt

Es ist härter, krasser und vor allem ist es schmerzhafter, als jedes Training, was du bisher kanntest.

Du willst raus aus deiner Komfortzone? Mal wieder an deine Grenzen gehen? Und jeden einzelnen Muskel deines Körpers spüren und stärken? Dann ist CrossFit das perfekte Workout für dich. Doch Vorsicht – es ist nichts für schwache Nerven. Und erst recht nichts für schwache Muskeln. 

Was ist CrossFit?

CrossFit kennt keine Grenzen. Die Geräte sind so vielfältig, wie das Training selbst. Denn wenn ein Autoreifen erst fünf Meter gerollt, dann über eine Steinmauer gehoben wird, über die der Sportler anschließend selbst noch herüberklettert, stärkt das Kraft, Ausdauer, Reaktionsfähigkeit, Schnelligkeit und Koordination gleichermaßen.

 
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Und genau darum geht es. „Cross“ steht für kreuz und quer und bietet eine Mischung aus allen Disziplinen im Fitness-Bereich. Hauptsache funktionell, hochintensiv und ohne lange Pausen.

Der recht junge Fitnesstrend wurde in den 80er Jahren ursprünglich für Soldaten, Kampfsportler und Mitglieder von Spezialeinheiten in den USA entwickelt – damit die ganz Harten auch auf die härtesten Situationen vorbereitet sind und zu harten Athleten ausgebildet werden. Das Ziel: keine aufgepumpten Bodybuilder, sondern starke Meister in allen Disziplinen auszubilden. Eine Herausforderung, die schnell auch Hobby-Sportbegeisterte ansteckte. So schwappt der Trend nun auch langsam zu uns nach Deutschland. 

Wie sieht eine typische CrossFit-Session aus?

CrossFit trainierst du in einer sogenannten Box – einer riesige Halle, die eher an eine Garagenwerkstatt als an ein Gym erinnert. Nach herkömmlichen Trainingsgeräten und leichten Gewichten suchst du hier vergeblich. Stattdessen hängen Seile mit Ringen von der Decke. In der Mitte des Raumes sind Kletterstangen angebracht und in der Ecke liegen riesige Medizinbälle, Kettlebells und schwere Gewichte. Auch Springseile, Kraftblöcke und sogar Autoreifen findest du in der Box. CrossFit kommt ohne Technik und Schnickschnack aus. 

Unter Aufsicht eines knallharten Trainers trainierst du in kleinen Gruppen. Nach einem gemeinsamen Warm Up kombinierst du Übungen mit deinem eigenen Körpergewicht mit Ausdauertraining, Gewichtheben und Stretching. Immer mit vielen Wiederholungen innerhalb kürzester Zeit, ähnlich wie bei einem HIIT Training.

Die Übungen stammen aus folgenden Disziplinen:

  • Gewichtheben
  • Turnen
  • Ausdauer 

Das Herzstück jeder Session ist das WOD – das Workout oft the Day, was jedem Teilnehmer vorher unbekannt bleibt. 

Die Ziele: feste Runden- oder Wiederholungszahlen zu erreichen oder in einer bestimmten Zeitvorgabe die gesetzten Übungen so oft wie möglich durchzuführen. 

Auch ein Maximalkrafttraining, also das Training mit höchstmöglichem Gewicht kann ein Bestandteil des WOD sein. Pausenzeiten sind hier selten und ungern gesehen.

Das WOD besteht immer aus einer Reihe verschiedener Grundübungen, wie fünf Klimmzügen, zehn Liegestütze und 15 Kniebeugen – und dass, innerhalb vorgegebener Zeit und so oft wie möglich. Bis der Körper versagt. 

Diese Einheit heißt übrigens Cindy, ein Klassiker aus der sogenannten Girls-Serie, für die der Athlet 20 Minuten Zeit hat. Viele der WODs tragen weibliche Vornamen, was sie jedoch nicht weniger hart macht, sondern die perfekte Mischung aus Taktik und Kraft beinhaltet.  

Die Devise: Pushen bis zum Limit. Aufgeben ist hier keine Alternative. Nach einer Grenzerfahrung folgt dann ein Cool Down und damit die Erlösung – in Kombination mit viel Schweiß, brennenden Muskeln und einem schmerzhaften Muskelkater am nächsten Tag. 

Eine Steigerung geht beim CrossFit jedoch immer. Wer es noch härter und anspruchsvoller mag, macht ein Hero Workout. Von Frauennamen geht es hier zu den Titeln verstorbener US-amerikanischer Soldaten. Murph, benannt nach Lt. Michael Murphy verlangt zum Beispiel eine Meile zu joggen sowie 100 Klimmzüge, 200 Liegestütze und 300 Kniebeuge auf Zeit zu absolvieren. Und als ob das noch nicht genug wäre, wird das Workout mit einer 10kg-Gewichtsweste durchgeführt. Neben körperlicher Stärke ist hier auch eine starke Psyche gefragt. 

Die bekannteste Übung, die einen CrossFit-Meister ausmacht, sind wohl die Klimmzüge, die kopfüber an hängenden Ringen ausgeführt werden. Ohne ein knallhartes und intensives Training schafft das niemand. 

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Für wen ist CrossFit geeignet? 

CrossFit ist nichts für Jammerlappen und Poser-Typen. Wer jedoch leistungsorientiert und ambitioniert trainieren will und dabei auch gern mal an seine Grenzen geht, ist im CrossFit bestens aufgehoben. 

CrossFit ist mehr als ein Workout. Es ist ein Lifestyle, dem du gewachsen sein musst.

Hast du trotzdem Lust bekommen, es auszuprobieren? Mittlerweile gibt es in jeder Großstadt CrossFit-Boxen, bei denen Probetrainings möglich sind. 

Und wenn du fleißig trainierst, sieht man dich vielleicht bei den alljährigen CrossFit Games, bei denen du als „stärkster Mensch der Welt“ rausgehen kannst. Wie gesagt, eine Steigerung geht beim CrossFit immer. 

Hast du schon einmal CrossFit ausprobiert oder Lust bekommen, es mal zu versuchen? Berichte uns von deinen Erfahrungen.

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